"Aus Wiesenflächen soll wieder Moorland werden" Artikel MOZ 24.08.12

  • Folgen von Renaturierung


    Will man sich die Folgen von Renaturierung
    ansehen brauch man nur in die Müggelspreeniederung fahren. Hier wurde
    ohne die Bürger einzubeziehen ebenfalls renaturiert.


    Projekt Wasserstandsanhebung Müggelspreeniedrung betrifft die
    Gewässer II. Ordnung ( Grabensystem) und parallel dazu Renaturierung der
    Müggelspree. Alles um Wasser zurückzuhalten.


    Ergebniss:


    Grabensysteme sind zu 2/3 verlandet, teilweise nicht mehr als
    Graben erkennbar. Sie können nur max. 1/3 der ursprünglichen Wassermenge
    aufnehmen und abführen. Voraussetzung ist aber , dass die Müggelspree
    vom Pegelstand das überhaupt zulässt.


    Da hier aber das Abflussvermögen durch Renaturierung ebenfalls
    soweit verringert wurde, ist der Pegelstand fast durchgängig zu hoch,
    sodas die Gabensysteme das Wasser nicht abführen können.


    Die Folgen:


    Ganzjährige Vernässung der Müggelspreeniederung, der
    Grundwasseranstieg ist so hoch das landwirtschaftliche Nutzung kaum noch
    möglich ist, mit entsprechenden Ertragseinbußen, die nur zu einem
    geringen Teil ersetzt werden. Parallel führt der Grundwasseranstieg aber
    zu vernässten Kellern und Grundstücken. 2010/2011 August bis April
    waren in der Niederung mehrere Hundert Grundstücke und Keller durch
    Grundwasser überschwemmt, teilweise bis zu 1 m und das über 9 Monate.


    Jede normale Regenperiode mit völlig normalen Regenmengen führt
    seit dem zu vernässten Kellern. Die Müggelspree kann im Sommer
    gerademal 5% der notwendigen Wassermenge abführen. Die Kosten zur
    Schadensbeseitigung bleiben beim Bürger hängen.


    Ich kann die Bürger und Landwirte nur warnen, dem zuzustimmen.


    Es ist nicht zu erwarten das die Landesregierung für die
    Folgeschäden in voller Höhe für jeden Einzelnen aufkommt. In der
    Müggelspreeniederung hat jedenfalls kein Bürger auch nur einen Cent
    gesehen. Im Gegenteil man hat Ihnen gesagt, das sie selber Schuld sind,
    denn sie hätten erst garnicht Keller oder auf den Grunstücken bauen
    sollen, da ihnen bekannt war wo sie bauen. Allerdings stehen ein
    Großteil schon 80 Jahre dort ohne Wasser im Keller. Selbst beim
    hundertjährigen Hochwasser 1956 mit 1/3 höheren Abflussmengen gab es
    diese Schäden nicht.


    Soviel zu den negativen Folgen der Renaturierung.

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